Unter dem NS-Regimes fanden auf dem ab Bahnhof Buch/Nebengleis Transporte statt, die ihren endgültigen Zielort in den Vernichtungslagern hatten.
Ursprünglich für Kohlentransporte zum Heizwerk Buch um 1906 gebaut, diente es auch Patiententransporten im Rahmen der sogen. „Euthanasie“- Aktion (systematische Ermordung psychisch kranker und behinderter Patienten).
Endstation waren nicht (bzw.nur sehr selten für einzelne jüdische Patienten) die Vernichtungslager bzw. Konzentrationslager, sondern es ging um Tötung in psychiatrischen Kliniken, durch Hunger, Injektionen tödlicher Medikamente und in 6 speziell dafür umgebauten Kliniken um Ermordung durch Gas.
Nicht alle Schicksale der Patienten dieser Räumungstransporte konnten aufgeklärt werden. Einige haben vielleicht auch überlebt, aber für die meisten war es der erste Abschnitt ihrer Reise in den Tod.
Wolff/Kalinich "Zur Geschichte der Krankenanstalten in Berlin-Buch"
Edi1on Hentrich 1996 und "Zur Geschichte der Krankenhausstadt Berlin
Buch" Mabuse Verlag 2006, Dr. Hannelore Dege Berlin-Buch